Schwefelmangel

Geht es nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, so ist ein Schwefelmangel in Deutschland bei ausgewogener Ernährung unbekannt.

Es gibt allerdings auch Risikogruppen, die sich zumindest über Schwefelmangel Gedanken machen, weil sie entweder viel Schwefel verbrauchen oder wenig Schwefel zu sich nehmen. Dies könnte z.B. zutreffen:

  • Während der Schwangerschaft
  • Nach einer Entbindung
  • Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, die zu Problemen bei der Nährstoffaufnahme führen, z.B. MorbusChron
  • Unausgewogene vegane Ernährung
Schwefelmangel

Schwefelmangel und die Auswirkungen

  • Durch Schwefelbrücken erhalten Eiweiße und Enzyme erst ihre räumliche Struktur. Hat man Schwefelmangel, verändert sich deren räumliche Struktur und Funktionen können nicht mehr ausgeführt werden.
  • Schwefel unter Nahrungsergänzungsmittel Herstellern auch MSM genannt, ist ein Bestandteil von Chondroitinsulfat, was als ein Bestandteile des Knorpels in Gelenken und dem Bindegewebe gilt. Daher kommt in der Naturkunde der Gedanke, dass Schwefel eine Bedeutung für die Gelenke hat. Daran denken insbesondere Menschen, die ein Arthrose-Problem haben.

Mangel und Arthrose

Nachweislich ist Schwefel ein Baustein in Knorpeln und Gelenkschmiere, aber es gibt bislang keine wissenschaftlichen Großstudien, dass die Zuführung von Schwefel bei Arthrose oder Schwefelmangel das Krankheitsbild bei Arthrose verbessere.

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Erkennt man einen Schwefelmangel?

Schwefelmangel ist durch reine Beobachtung nur schwer zu erkennen. Mögliche Anzeichen eines Schwefelmangels könnten sein:

Aber man kann im Umkehrschluss nicht daraus schließen, dass jeder, der eines der genannten Symptombilder hat, dann auch einen Schwefelmangel hat.

Bei ausgewogener Ernährung mit Fleisch, Fisch und Gemüse/Obst ist ein Schwefelmangel nicht zu erwarten.

Bei Mangel- oder Fehlernährung oder Darmkrankheiten ist darüber jedoch nachzudenken. Einen solchen Schwefelmangel sollte ein Experte zunächst diagnostizieren können.

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Ist Schwefel / MSM ein Medikament?

Manche Menschen, die glauben, unter einem Schwefelmangel zu leiden, nehmen Schwefel-Präparate oder MSM (Methylsulfonylmethan) ein.

Weder organischer Schwefel noch MSM, was als organischer Schwefel bezeichnet wird, ist jedoch ein Medikament. Es wird in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Auch im Shop von Naturfroh finden sie Schwefel Produkte.

Schwefelmangel durch industrielle Lebensmittelproduktion?

Pflanzen aus landwirtschaftlicher Großproduktion, die als Futtermittel für Tiere dienen, haben heute teilweise weniger Schwefelgehalt, der auf  Nicht-Düngung und industrielle Massenproduktion zurückgeführt wird.

Landwirte haben dies z.B. bei Kleepflanzen in Bayern entdeckt. Tiere, die mit solchen Pflanzen (mit vermindertem Schwefelgehalt) gefüttert werden, könnten in der Folge auch weniger Schwefel im Körper entwickeln, was sich am Ende der Nahrungskette auch auf den Menschen auswirken könnte.

Hierzu fehlen jedoch noch größere Studien, die dies wissenschaftlich unterlegen.