Spirulina

Spirulina ist eine Gattung der Cyanobakterien, welche früher als “Blaualgen” bezeichnet wurden. Das Bakterium Spirulina besteht aus mehrzelligen, wendelförmigen Proteinstrukturen.

Die zylinderförmigen Zellen haben einen Durchmesser von 1 bis 3 µm, in ihrer wendelförmigen Anordnung liegt die Länge des Bakteriums bei um die 0,5 mm, der Durchmesser bei 5 bis 40 µm.

Spirulina ist ein Bakterium, welches Chlorophyll enthält und daher Photosynthese betreibt. Dieses Chlorophyll befindet sich in den Membranen, die über einen großen Teil der Zelle verteilt sind.

Weitere Pigmente überlagern den grünlichen Ton des Chlorophylls, sodass das Bakterium Spirulina einen grün-bläulichen Farbton erhält.

Gerne wird die Spirulina auch mit der Chlorella verglichen da es sich bei beiden Arten um Mikroalgen handelt. Häufig wird Chlorella in Verbindung mit Spirulina gekauft und in Form eines Nahrunsgergänzungsmittels eingenommen.

In dem Fall werden meist die Spirulina / Chlorella Kapseln dem reinem Pulver aufgrund des gewöhnungsbedürftigen Geschmackes bevorzugt.

Doch dazu später noch mehr!

Spirulina

Was ist Spirulina und wo kommt es vor?

Spirulina findet man entweder in Salzseen, welche einen pH-Wert von 9 bis 11 haben und damit stark alkalisch sind, oder in Süßwasser.

Wenn es um Temperatur geht, bevorzugt das Bakterium Spirulina eher warme Temperaturen, weswegen es vor allen in subtropischen und tropischen Gewässern vorzufinden ist.

Von Menschen, die in der Nähe dieser Gewässer wohnen, wird Spirulina schon lange als Nahrungsquelle genutzt, schon den Azteken wird der Konsum von Spirulina nachgesagt.

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Wie und wo wird Spirulina kultiviert?

Spirulina wird entweder in offenen oder in geschlossenen Systemen produziert. Bei den Systemen handelt es sich dabei um Aquakulturen, also die Züchtung im Wasser, wo natürlich auch die ökologische Nische von Spirulina liegt.

Die Wassertemperatur von bis zu 37 Grad Celsius nimmt die von Spirulina bevorzugte warme Temperatur auf.

Um das Wachstum der Bakterienkultur, welche Photosynthese betreibt, anzuregen wird neben dem Kohlendioxid, das in der Luft bereits vorhanden ist, noch weiteres Kohlendioxid in das System geleitet.

Dies regt jedoch nicht nur das Wachstum sondern auch die Sauerstoffproduktion an.

Um die Photosynthese betreiben zu können, braucht Spirulina außerdem Licht, wenn möglich Sonnenlicht.

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Welchen Nutzen hat Spirulina?

Im Handel ist Spirulina unter der Kategorie “Mikroalgen” als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, wobei sie zu Vertrieb getrocknet und als Pulver oder weiterverarbeitet als Kapseln oder Presslinge verkauft werden.

1974 wurde das Bakterium Spirulina von der WHO als das “Beste Nahrungsmittel der Zukunft” betitelt.

Veganer und Vegetarier konsumieren Spirulina oft, um damit ihrer Ernährung zusätzlich Vitamin B zu liefern.

In normalen Lebensmitteln wird Spirulina manchmal als nährstoffreiche Zutat verwendet, so zum Beispiel in Fruchtriegeln.

Auch in der Naturkunde ist Spirulina sehr beliebt, denn dem Bakterium so einige positive Eigenschaften auf das Wohlgefühl nachgesagt.

In der Biotechnologie wird Spirulina als Katalysator für Fermentierungsprozesse genutzt und verwendet, um Energie zu gewinnen.

Spirulina mit weiteren natürlichen Nährstoffen

Wie schon im Abschnitt oben erwähnt ist Spirulina in Verbindung mit Chlorella ein beliebtes Nahrungsergänzunsgmittel.

Dies macht auch durchaus Sinn da beide Algen hohe Anteile an Chlorophyll besitzen, dem Pflanzenstoff der den Pflanzen die grüne Farbe verleiht.

Es gibt allerdings auch weitere Pflanzenarten die Anteile des Pflanzenstoffes innehaben.

So Sei Beispielsweise das Gerstengras, Weizengras, die Moringa oder Ashwagandha in diesem Zusammenhang erwähnt.

Dies alles sind interessante Pflanzenarten die als Nahrungsergänzung in Form von Kapseln ihre Bedeutung erhalten.

Die Einnahme dieser Pflanzen wird immer mehr zum Trend. Gerne fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff des Superfoods.

Inwiefern Es sich um ein Superfood handelt lässt sich jedoch nicht leicht definieren, weshalb man doch lieber dazu neigt, interessante Pflanzenstoffe als Smartfood zu bezeichnen.

keine Zusatzstoffe, vegan

Quellen

  • Wong SL et al., “Detection of toxic organometallic complexes in wastewaters using algal assays.” Arch Environ Contam Toxicol. 1997 May;32(4):358-66. (Erkennung von giftigen metallorganischen Komplexen in Abwässern mit Algentests.)
  • Saleh AM et al., “The nutritional quality of drum-dried algae produced in open door mass culture.” Z Ernahrungswiss. 1985 Dec;24(4):845-63. (Die ernährungsphysiologische Qualität von trommelgetrockneten Algen, die in einer Offenen-Tür-Massenkultur produziert wurden.)
  • Ichimura M et al., “Phycocyanin prevents hypertension and low serum adiponectin level in a rat model of metabolic syndrome.” Nutr Res. 2013 May;33(5):397-405. (Phycocyanin verhindert Bluthochdruck und niedrigen Serum-Adiponektin-Spiegel in einem Rattenmodell des metabolischen Syndroms)
  • Reddy MC et al., “C-Phycocyanin, a selective cyclooxygenase-2 inhibitor, induces apoptosis in lipopolysaccharide-stimulated RAW 264.7 macrophages.” Biochem Biophys Res Commun. 2003 May 2;304(2):385-92. (C-Phycocyanin, ein selektiver Cyclooxygenase-2-Inhibitor, der Apoptose in Lipopolysaccharid-stimulierten RAW 264.7 Makrophagen auslöst.)